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10. Juli 2013, 11:52 Uhr

Grausame Masche

Bande soll Hunde als Drogenkuriere benutzt haben

Tierschützer sind aufgebracht über die Taktik einer lateinamerikanischen Schmugglerbande: Die Kriminellen sollen große Hunde dazu gezwungen haben, Drogenpakete zu schlucken - am Zielort schlachteten sie die Tiere. Jetzt müssen sich 49 Verdächtige in Italien vor Gericht verantworten.

Rom - Vor einem Gericht in Italien müssen sich 49 mutmaßliche Drogenschmuggler verantworten. Wie die BBC berichtet, sollen die Männer Mitglieder verschiedener Gangs sein. Gemeinsam sollen sie mit einer grausamen Masche Kokain aus Mexiko nach Italien gebracht haben.

Nach Polizeiangaben setzten sie große Hunde für ihr Schmuggelgeschäft ein, etwa Bordeauxdoggen. In Mexiko zwang ein Tierarzt die Hunde, Drogenpakete zu schlucken. Anschließend wurden sie per Luftfracht nach Mailand geflogen.

Nach der Ankunft wurden die Hunde der BBC zufolge getötet und zerlegt, um an das Rauschgift zu kommen.

Bei den Angeklagten soll es sich um Staatsangehörige Ecuadors, El Salvadors und Perus handeln. Sie sind laut BBC zwischen 19 und 37 Jahren alt. Die Schmuggler waren im März aufgeflogen; damals wurden insgesamt 75 Verdächtige festgenommen. Vor allem unter Tierschützern hatte der Fall für Entsetzen gesorgt.

rls

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