Grausame Masche Bande soll Hunde als Drogenkuriere benutzt haben

Tierschützer sind aufgebracht über die Taktik einer lateinamerikanischen Schmugglerbande: Die Kriminellen sollen große Hunde dazu gezwungen haben, Drogenpakete zu schlucken - am Zielort schlachteten sie die Tiere. Jetzt müssen sich 49 Verdächtige in Italien vor Gericht verantworten.

Bordeauxdoggen (Archivbild): Am Zielort getötet und zerlegt
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Bordeauxdoggen (Archivbild): Am Zielort getötet und zerlegt


Rom - Vor einem Gericht in Italien müssen sich 49 mutmaßliche Drogenschmuggler verantworten. Wie die BBC berichtet, sollen die Männer Mitglieder verschiedener Gangs sein. Gemeinsam sollen sie mit einer grausamen Masche Kokain aus Mexiko nach Italien gebracht haben.

Nach Polizeiangaben setzten sie große Hunde für ihr Schmuggelgeschäft ein, etwa Bordeauxdoggen. In Mexiko zwang ein Tierarzt die Hunde, Drogenpakete zu schlucken. Anschließend wurden sie per Luftfracht nach Mailand geflogen.

Nach der Ankunft wurden die Hunde der BBC zufolge getötet und zerlegt, um an das Rauschgift zu kommen.

Bei den Angeklagten soll es sich um Staatsangehörige Ecuadors, El Salvadors und Perus handeln. Sie sind laut BBC zwischen 19 und 37 Jahren alt. Die Schmuggler waren im März aufgeflogen; damals wurden insgesamt 75 Verdächtige festgenommen. Vor allem unter Tierschützern hatte der Fall für Entsetzen gesorgt.

rls



insgesamt 5 Beiträge
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Beobachter123 10.07.2013
1. Verkehrte Welt
Wenn Menschen als Körperschmuggler mißbraucht werden, kommt es vermutlich zu keinem großen Aufschei mehr.
ihuman 10.07.2013
2. ...
Kein respekt, weder vor menschen und erst recht nicht vor tieren. Es wundert mich nur, daß dieses verfahren erst jetzt benutzt wird. drogenschmuggler sind rücksichtslose, geldgierige individuen, die alles machen um zu erreichen was sie wollen. nämlich ihren scheiß unter die menschen zu bringen, damit diese abhängig und krank werden und dafür auch noch geld ausgeben. leider erwischt man sehr selten die richtig großen. Fragt euch mal warum....
dumovic 10.07.2013
3. Kein Ende abzusehen
Ich weiß von befreundeten Zollbeamten, dass sich Drogenkuriere Muskeln entfernen lassen, um Drogenpakete im Gewebe zu verstecken. Besonders gut geeignet wegen des großen Volumens ist der Oberschenkel. Das kann jeder Kurier genau zweimal machen, einmal linkes Bein, einmal rechtes Bein. Danach humpelt man für den Rest des Lebens an Krücken und freut sich, dass die Familie sehr lange von dem Drogengeld über die Runden kommt. Die Geschichte mit den Hunden schockt mich also nicht sonderlich. Für die hohen Margen im Drogenhandel werden schließlich auch Menschen getötet. Es ist mir unerklärlich, warum man das Problem nicht einfach löst durch die Legalisierung von Drogen. Ich denke dabei nicht nur an weiche sondern an alle Drogen, Heroin, Crack, was auch immer. Den Drogenkartellen hätte man von einem Tag auf den anderen die Einkünfte entzogen. Der bekannte Einwand an dieser Stelle lautet natürlich, dass man auf diese Weise doch nicht den Drogenkonsum einschränken kann. Nein, das kann man natürlich nicht, genau so wenig wie das die Drogenpolitik der vergangenen 50 Jahre konnte. Aber ich habe die Hoffnung, dass eine vernünftige Aufklärung, ähnlich wie wir es derzeit beim Tabakkonsum erleben, nicht zu steigenden Konsumentenzahlen führen würde. Der Gedanke, dass Gangster sich über unsere Drogenpolitik freuen, weil sie den Handel erst so lukrativ macht, ärgert mich maßlos. Die Verantwortung für das Töten der Schmuggel-Hunde liegt unter anderem auch bei jeder Regierung, die nicht einsehen will, dass die aktuelle Drogenpolitik versagt hat.
raber 10.07.2013
4. Kokain in Oberschenkeln
Es würde mich nicht wundern wenn diese Methode schon vorher verwendet wurde, nur dass sie jetzt aufgeflogen ist. Es gibt Fälle wo Oberschenkel von Frauen operiert werden um darin Kokain zu schmuggeln, Kleider mit Kokain impregniert werden usw usw. Eine der vielleicht meist benutzten Methoden mit Menschen ist das sie vollgepackt Kondome sclucken. Öfters ist es allerdings geschehen, dass die kapputgehen und der Mensch dann einen qualvollen Tod erleidet. Eigentlich sind diese Schmuggler mit ihrer Kreativität immer einen Schritt voraus und schrecken vor nichts zurück.
lasorciere 11.07.2013
5. Tiere röntgen
Eine Möglichkeit wäre es, auch Tiere zu röntgen. Warensendungen müssen teilweise sowieso geröntgt werden, und bei Menschen macht man das ja auch, wenn der Verdacht auf Drogenschmuggel besteht. Ausserdem könnte man den Drogentransport von einem Land zum andern genehmigungspflichtig machen anstatt zu verbieten. Das wäre eine Teil-Legalisierung und würde aber den Drogenkartellen mit der Zeit das Wasser abgraben, denn dann könnten sie nicht mehr so viel daran verdienen.
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