Bangladesch Soldaten erschießen mutmaßlichen Flugzeugentführer

Kurz nach dem Start einer Boeing 737 in Bangladesch versucht ein Mann, ins Cockpit einzudringen. Dem Pilot gelingt die Notlandung, Spezialkräfte erschießen den Täter.

Sicherheitskräfte umstellen das entführte Flugzeug
REUTERS

Sicherheitskräfte umstellen das entführte Flugzeug


Spezialeinsatzkräfte der Armee haben in Bangladesch eine vermeintliche Flugzeugentführung vereitelt. Die Soldaten hätten das Flugzeug nach einer Notlandung gestürmt und dabei auf den Verdächtigen geschossen, sagte der Armeekommandeur der Region Chittagong. Der 25-Jährige starb kurze Zeit später. Passagiere und Crew seien nicht verletzt worden.

Die Maschine, eine Boeing 737 der nationalen Fluggesellschaft Biman Bangladesh Airlines, war am Sonntag auf dem Weg von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka nach Dubai gewesen. Kurz nach dem Start soll der Mann offiziellen Angaben zufolge versucht haben, ins Cockpit einzudringen. Der Pilot habe sich daraufhin zur Notlandung in der südliche Küstenstadt Chittagong entscheiden.

Mehr als 140 Passagiere und Crewmitglieder, alle unverletzt

Auf dem Flughafen umstellten Mitglieder der Spezialeinsatzkräfte und der Feuerwehr die Maschine. Die mehr als 140 Passagiere und Crewmitglieder hätten das Flugzeug daraufhin verlassen, teilten die Behörden mit. Der Verdächtige habe zunächst allerdings einen Mitarbeiter der Airline in seine Gewalt gebracht.

"Der Entführer war aggressiv", sagte der Armeekommandeur. Verhandlungen seien nicht möglich gewesen. Daher habe es "keinen anderen Weg gegeben" als auf ihn zu schießen.

Bei dem mutmaßlichen Entführer soll es sich um einen Mann aus Bangladesch handeln. Behördenangaben zufolge hatte er eine Schusswaffe bei sich. Über die Crew ließ er demnach ausrichten, dass er Regierungschefin Sheikh Hasina sprechen wolle. Dem Piloten habe er gesagt, dass er Probleme mit seiner Frau gehabt habe.

brk/dpa/Reuters



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