Prozess in Bayern Drei Mädchen sollen geistig behinderten Jugendlichen sexuell genötigt haben

Sie sollen ihn mit Panzerband festgebunden und genötigt haben: In Bayern stehen demnächst drei Angeklagte wegen schweren Misshandlungen eines 19-Jährigen mit Behinderung vor Gericht.

Drei zum Tatzeitpunkt minderjährige Mädchen müssen sich wegen sexueller Nötigung und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Ihr mutmaßliches Opfer ist ein inzwischen 19 Jahre alter Mann mit geistiger Behinderung. Die Verhandlung soll nächste Woche beginnen.

Zum Tatzeitpunkt waren die Angeklagten laut Gericht zwischen 14 und 16 Jahre alt. Sie sollen ihr Opfer im November 2017 in einem Partyraum in Segnitz bei Kitzingen in Unterfranken angegriffen haben. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft Würzburg fixierten sie den 19-Jährigen auf einer Matratze, zogen ihn aus und nötigten ihn sexuell. Um ihn festzubinden, verwenden sie laut Bayerischem Rundfunk  Panzerband.

Mit brennender Zigarette verletzt

Die Angeklagten sollen den jungen Mann mit einer brennenden Zigarette verletzt, geschlagen und getreten haben. Die Übergriffe dauerten den Ermittler zufolge etwa 20 Minuten und wurden mit einem Handy der Mädchen gefilmt. Erst als ein unbeteiligter Zeuge hinzukam, sollen die Verdächtigen von dem Behinderten abgelassen haben.

Für den Prozess vor dem Jugendschöffengericht war bereits im Dezember ein Termin angesetzt. Doch er fiel aus, da der Richter erkrankte. Die Öffentlichkeit ist von dem Prozess ausgeschlossen, sagte eine Gerichtssprecherin.

jpz/dpa
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