Bayern Staatsanwaltschaft untersucht fünf ungeklärte Todesfälle in Seniorenheim

In einer Seniorenresidenz in Unterfranken sind fünf Menschen unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Zwei Mitarbeiter wurden festgenommen, ihnen wird in einem der Fälle Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen.

Seniorenresidenz in Untermerzbach
DPA

Seniorenresidenz in Untermerzbach


Die Staatsanwaltschaft prüft insgesamt fünf ungeklärte Todesfälle in einem unterfränkischen Seniorenheim. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bamberg, Otto Heyder, der Nachrichtenagentur dpa. Mehrere Medien hatten zuvor über verschiedene Todesfälle in der Seniorenresidenz in Gleusdorf berichtet.

Die beiden leitenden Mitarbeiter des Heims waren am vergangenen Donnerstag festgenommen worden. Ihnen wird Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen. Heyder stellte klar, dass sich die Haftbefehle gegen die Geschäftsführerin und den Pflegedienstleiter lediglich auf einen Todesfall stützten. Dabei soll ein Bewohner gestürzt und ihm ärztliche Hilfe verweigert worden sein. Daran soll er gestorben sein.

Details zu den einzelnen Fällen wollte Heyder nicht nennen. "Wir befinden uns noch in einem sehr frühen Stadium der Ermittlungen", sagte er. Auch Mitarbeiter der Einrichtung, die von den Vorfällen gewusst, sie aber nicht gemeldet hätten, könnten sich seinen Angaben zufolge strafbar gemacht haben.

Gleusdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Untermerzbach und liegt etwa 20 Kilometer von Bamberg entfernt.

aar/dpa

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