Urteil in Bayreuth Lebensgefährliche Attacke auf schlafenden Mann – mehrjährige Jugendstrafen verhängt

Sie verletzten ihr Opfer lebensgefährlich und flohen: Drei damals 15-Jährige raubten im September einen Mann aus. Nun sind die Täter zu Jugendstrafen zwischen 3,5 und sechs Jahren verurteilt worden.
Foto: Josef Horazny/ CTK/ AP

Das Landgericht Bayreuth hat drei Jugendliche wegen versuchten Mordes zu mehrjährigen Jugendstrafen verurteilt worden. Die damals 15 Jahre alten Angeklagten hatten nach Überzeugung des Gerichts in einer Nacht im September 2021 einen Mann gemeinschaftlich angegriffen und ausgeraubt.

Der Mann hatte in Kulmbach auf einer Bank im Freien geschlafen. »Im Zuge der Tat erlitt der Geschädigte lebensgefährliche Verletzungen. Anschließend verließen die Angeklagten mit ihrer Beute den Tatort, ohne dem Opfer Hilfe zu leisten«, teilte das Gericht mit .

Der Haupttäter wurde unter anderem wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und besonders schweren Raubes zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilt. Gegen die beiden anderen Angeklagten verhängte die Jugendkammer Strafen von drei Jahren und acht Monaten sowie von drei Jahren und sechs Monaten. Sie wurden unter anderem wegen versuchten Verdeckungsmordes durch Unterlassen, Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Das Urteil fiel am Mittwoch und ist noch nicht rechtskräftig. Weitere Einzelheiten teilte das Gericht mit Verweis auf die schutzwürdigen Interessen der jugendlichen Angeklagten nicht mit.

bbr/dpa
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