Berlin Bisher rund 80 Hinweise auf Kristinas Mörder

Nach dem Mord an der 14-jährigen Kristina Hani aus Berlin konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Bekanntenkreis der Toten. Unbekannte hatten das Mädchen bei lebendigem Leib in einem Rollkoffer verbrannt. Nach Angaben der Polizei sind bisher rund 80 Hinweise auf die Täter eingegangen.


Berlin - Darunter seien auch Hinweise aus dem medizinischen Bereich, sagte ein Polizeisprecher, etwa von Ärzten, die Patienten mit Brandverletzungen behandelt hätten. Die Polizei geht davon aus, dass sich der oder die Täter beim Anstecken des Koffers Brandverletzungen zugezogen haben. Eine heiße Spur habe sich bislang jedoch noch nicht ergeben.

Laut Medieninformationen hat die Polizei keine Hinweise darauf, dass die 14-jährige Kristina Hani vor ihrem Tod Opfer einer Sexualstraftat wurde. Der Sprecher wollte hierzu unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben machen.

Unbekannte hatten die Gymnasiastin vor einer Woche aller Wahrscheinlichkeit nach bei lebendigem Leib in einer Grünanlage im Stadtbezirk Neukölln in einem Rollkoffer verbrannt, der zuvor mit mehreren Litern Benzin übergossen worden war. Das Mädchen soll zum Tatzeitpunkt aber nicht mehr bei Bewusstsein gewesen sein.

Erst am Wochenende gelang es den Ermittlern, die Identität des bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Opfers zu klären. Nach Angaben ihrer Mutter hatte die 14-Jährige einen Tag vor dem Mord die Wohnung verlassen und war nicht wieder zurückgekehrt.

Kristina soll in der Drogenszene verkehrt haben und zuvor schon mehrmals von Zuhause ausgerissen sein. Daher meldete die Mutter ihre Tochter erst Tage nach ihrem erneuten Verschwinden als vermisst. Für Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens hat die Polizei eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

jto/ddp



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