Berlin Bundeswehrsoldat offenbar rassistisch beleidigt und attackiert

Unbekannte sollen in Berlin einen Obergefreiten mit türkischen Wurzeln angegriffen haben. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verurteilt die Tat.

Soldat der Bundeswehr (Symbolbild): Ein Obergefreiter mit türkischen Wurzeln soll in Berlin angegriffen worden sein
Sebastian Gollnow/ DPA

Soldat der Bundeswehr (Symbolbild): Ein Obergefreiter mit türkischen Wurzeln soll in Berlin angegriffen worden sein


Ein 25 Jahre altes Mitglied der Bundeswehr ist in Berlin offenbar attackiert und angepöbelt worden. Laut Polizei war der Mann in Uniform unterwegs, als es zu dem Vorfall kam.

Der Obergefreite habe demnach am Montagvormittag in Neukölln ein Geräusch hinter sich gehört. Der 25-Jährige habe sich umgedreht und bemerkt, dass ihm zwei Männer folgten. Sie hätten den Soldaten daraufhin angegriffen und auf ihn eingetreten.

Einer der Angreifer habe ihn beschimpft und gerufen, nur Deutsche dürften die Uniform eines Soldaten tragen, sagte eine Polizeisprecherin dem RBB. Der Soldat erlitt der Polizei zufolge eine Beinverletzung, deswegen habe er den Angreifern nicht folgen können.

Die Täter konnten unerkannt fliehen. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin ermittelt.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) äußerte sich zu dem Vorfall. "Ich verurteile jeden Übergriff auf Soldatinnen und Soldaten. Sie dienen Deutschland und verdienen Respekt, Anerkennung und die Solidarität der Gesellschaft", sagte sie.

jpz

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