Angebliche rassistische Attacke Bundeswehrsoldat soll Angriff vorgetäuscht haben

Selbst die Verteidigungsministerin äußerte sich: Nach dem vermeintlichen Angriff auf einen türkischstämmigen Bundeswehrsoldaten war die Empörung groß. Doch nun ermitteln die Behörden gegen das angebliche Opfer.

Soldat der Bundeswehr (Symbolbild): "Verdacht, dass der Angriff vorgetäuscht worden ist"
Sebastian Gollnow/ DPA

Soldat der Bundeswehr (Symbolbild): "Verdacht, dass der Angriff vorgetäuscht worden ist"


In Berlin ermittelte die Polizei nach einem mutmaßlichen rassistischen Angriff auf einen Angehörigen der Bundeswehr. Der 25-Jährige mit türkischen Wurzeln hatte angegeben, im Stadtteil Neukölln in Uniform attackiert worden zu sein. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat das Verfahren nun eingestellt - und verdächtigt den Obergefreiten, selbst eine Straftat begangen zu haben.

Auch durch aufwendige Ermittlungen hätten Widersprüche in den Angaben des Soldaten nicht aufgeklärt werden können, teilte die Anklagebehörde mit. "Es besteht der Verdacht, dass der Angriff vorgetäuscht worden ist." Deshalb sei nun ein Verfahren gegen den Soldaten eingeleitet worden.

Die angebliche Attacke hatte im September für große Empörung gesorgt. Es wurde behauptet, dass dem Mann vorgehalten worden sei, dass nur Deutsche die Uniform eines Soldaten tragen dürften. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin ermittelte. Auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) äußerte sich und teilte mit: "Ich verurteile jeden Übergriff auf Soldatinnen und Soldaten."

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