Angriff auf Berliner Obdachlosen Haftbefehle gegen sieben Verdächtige

Die sieben jungen Flüchtlinge, die einen Berliner Obdachlosen angezündet haben sollen, müssen in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung droht ihnen in jedem Fall Gefängnis.

Eingang zum U-Bahnhof Schönleinstraße in Berlin
DPA

Eingang zum U-Bahnhof Schönleinstraße in Berlin


Ein Berliner Ermittlungsrichter hat Haftbefehl gegen die sieben jungen Männer erlassen, die in der Weihnachtsnacht einen Obdachlosen angezündet haben sollen. Der Vorwurf lautet gemeinschaftlicher versuchter Mord. Bei einer Verurteilung drohen den Männern in jedem Fall Gefängnisstrafen.

Sechs Tatverdächtige stammen nach Polizeiangaben aus Syrien, ein Mann kommt aus Libyen. Sie sind offenbar zwischen 15 und 21 Jahre alt. Wie ihr Aufenthaltsstatus ist, gaben die Ermittler nicht bekannt. Der 21-Jährige soll der Hauptverdächtige sein. Die Gruppe hatte sich nach dem Angriff gestellt.

Der Obdachlose hatte sich in der Nacht nach Heiligabend im Berliner U-Bahnhof Schönleinstraße zum Schlafen gelegt. Die Station ist videoüberwacht, die U-Bahnen sind es auch. Nach der Tat veröffentlichte die Polizei am Montagnachmittag Fotos und ein Video aus der Tatnacht. Darauf war die Gruppe junger Leute in einer U-Bahn gut zu erkennen. Sie waren nach dem Angriff auf den Obdachlosen gegen 2 Uhr nachts mit einer U-Bahn geflüchtet.

mja/dpa

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