Nach Verbot in Berlin Razzia mit 1300 Einsatzkräften bei Hells Angels

Polizisten haben ein Klubheim der Hells Angels im Norden Berlins gestürmt und Wohnungen und Gefängniszellen in drei weiteren Bundesländern durchsucht. Eine Ortsgruppe der Rockerbande wurde verboten.
Streifenwagen (Symbolbild)

Streifenwagen (Symbolbild)

Foto: Carsten Rehder/ picture alliance/dpa

Eine Berliner Ortsgruppe der Rockerbande Hells Angels ist wegen krimineller Aktivitäten von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) verboten worden. Mit einer großen Razzia ging die Polizei am Donnerstagmorgen gegen die Rockergruppe Hells Angels MC Berlin Central vor. Das teilten die Senatsinnenverwaltung und die Polizei mit .

Rund 1300 Polizisten seien in vier Bundesländern im Einsatz gewesen, darunter mehrere Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Länder und die GSG9 der Bundespolizei. Zuerst hatte die »B.Z.«  berichtet. Die Razzia begann laut der Zeitung um sechs Uhr, sie dauert nach Angaben der Senatsverwaltung an.

45 Wohnungen und andere Räume wie ein Klubhaus und Gefängniszellen seien in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt durchsucht worden, 42 Personen betroffen gewesen, wie eine Polizeisprecherin sagte. »Es ist ab sofort verboten, Kennzeichen des Vereins und seiner Unterstützergruppierung zu verbreiten oder öffentlich zu verwenden«, teilte die Senatorin mit. Das Vereinsvermögen sei beschlagnahmt worden. Der Klub sei eine Ersatzorganisation eines bereits früher verbotenen Klubs, hieß es.

Die offiziell als Motorrad- und Rockergruppe firmierenden Hells Angels geraten immer wieder wegen organisierter Kriminalität in den Blick – oft geht es um Mord, Drogen- und Menschenhandel und illegalen Waffenbesitz.

has/dpa

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