Festnahme in Berlin Judotrainer soll jahrelang mehrere Jungen missbraucht haben

Die Berliner Polizei hat den Vorsitzenden eines Sportvereins verhaftet - der Vorwurf: Kindesmissbrauch. Der Tatzeitraum soll sich über zwölf Jahre erstreckt haben, es gibt mindestens ein halbes Dutzend Opfer.


Erneut ist ein Fall von sexuellem Missbrauch an Kindern in einem Berliner Sportverein bekannt geworden. Polizisten verhafteten einen Judotrainer, der sich zwischen 2006 und 2018 regelmäßig an mindestens sechs Jungen vergangen haben soll, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die Opfer waren demnach zwischen zehn und 16 Jahren alt. Es geht um 23 bisher bekannt gewordene Fälle, die sich im Rahmen des Judotrainings zugetragen haben sollen.

Der bereits am Montag festgenommene Verdächtige war laut Staatsanwaltschaft Vorsitzender eines Judovereins und arbeitete auch als Trainer. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei rief mögliche weitere Opfer auf, sich beim Landeskriminalamt zu melden.

Erst vor zehn Tagen hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass ein Jugendwart in einem Angelverein im Westen Berlins in Untersuchungshaft sitzt. Der Mann soll in den vergangenen drei Jahren mindestens vier Jungen im Alter von acht bis elf Jahren sexuell missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft sprach von mehr als 136 bekannt gewordenen Fällen.

mxw/dpa



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