Anklage in Berlin Juristin verbesserte Examensnoten offenbar mit Photoshop – und arbeitete später für Großkanzleien

Eine 43-jährige Juristin soll ihre Noten mit einer Bildbearbeitungssoftware deutlich angehoben haben – und bekam so offenbar Posten bei Großkanzleien. Der Schwindel flog erst Jahre später auf.
Justitia (Symbolbild)

Justitia (Symbolbild)

Foto: Sefa Ozel / iStockphoto / Getty Images

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat eine Juristin angeklagt, die ihre Zeugnisse gefälscht haben soll. Ihr werden dreifacher gewerbsmäßiger Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen.

Laut einer Mitteilung verbesserte die 43-Jährige ihre Noten mit der Software Photoshop und bewarb sich dann erfolgreich bei drei Großkanzleien in Berlin und München. Dort habe sie von 2016 bis 2020 gearbeitet und in der Zeit mindestens 165.000 Euro mehr Lohn bekommen, als sie mit wahrheitsgemäßen Angaben verdient hätte, so die Ermittler. Wie die Staatsanwaltschaft diese Summe berechnet hat, geht nicht aus der Meldung hervor.

Die Rechtsanwaltskammer Berlin habe der Frau bereits die Zulassung entzogen. Sie darf also nicht mehr als Rechtsanwältin arbeiten.

jpz
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