Berlin Mann in Charité-Toilette starb an Überdosis Heroin

Seine teils verweste Leiche wurde in einer Besuchertoilette der Berliner Charité gefunden: Der 29-jährige Mann starb nach bisherigen Ermittlungen vermutlich an einer Überdosis Heroin.


Berlin - Der Mann, der vergangene Woche tot auf einer Toilette der Charité in Berlin gefunden wurde, starb anscheinend an einer Überdosis Heroin. Zu diesem ersten Ergebnis sei eine toxikologische Untersuchung der Leiche gekommen, sagte Justizsprecher Michael Grunwald der "Berliner Zeitung". "Weitere Obduktionsergebnisse stehen noch aus."

Mehrere Tage lang hatte der 29-jährige Mann tot in der Kabine einer Behindertentoilette auf der Station 45 für Nierenheilkunde gelegen. Das Personal der Berliner Universitätsklinik hatte wegen des strengen Geruchs die Polizei alarmiert.

Nach Angaben von Charité-Sprecherin Kerstin Endele war der Mann zuletzt lebend am Abend des 6. März gesehen worden. Er war auf dem Klinikgelände gefunden und in die Notaufnahme gebracht worden. Vermutlich handelte es sich um einen Drogenabhängigen, da er ein Spritzbesteck bei sich hatte.

Der Mann sei vom Kreislauf stabil und ansprechbar gewesen. Das Spritzbesteck sei ihm abgenommen und entsorgt worden. Er habe sich gegen den Transport in die Notaufnahme gewehrt und eine weitere Behandlung dort abgelehnt. Nach etwa zehn Minuten habe er die Station auf eigenen Wunsch verlassen.

jjc/dpa



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