Berlin Mann nach 32 Jahren wegen Mordes verurteilt

Vor mehr als 30 Jahren hat ein 61-Jähriger eine Frau umgebracht - laut Gericht, "weil er nicht einsah, den Sex nicht mehr unentgeltlich zu bekommen". Nun wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Angeklagte hält sich eine Pappe vor sein Gesicht
DPA

Der Angeklagte hält sich eine Pappe vor sein Gesicht


Das Landgericht Berlin hat einen 61-jährigen Mann wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt - 32 Jahre nach der Tötung einer jungen Frau. Der Mann habe die Frau in ihrer Wohnung umgebracht "weil er es nicht einsah, den Sex nicht mehr unentgeltlich zu bekommen", urteilte das Gericht. Der Angeklagte habe damit aus niedrigen Beweggründen gehandelt.

Die Ermittlungen zum Tod der Frau waren 1991 eingestellt worden. Am Hauskleid der Getöteten war jedoch schon 1987 fremde DNA sichergestellt worden. Neue Ermittlungsmethoden führten im Jahr 2015 zu dem 61-Jährigen.

Der Angeklagte soll die 30-Jährige über eine Annonce kennengelernt und mehrfach getroffen haben. Es sei eine sexuelle Beziehung gewesen, sagte das Gericht. Beim Treffen am Tattag soll das Opfer jedoch Geldforderungen für den Geschlechtsverkehr gestellt haben.

Der Angeklagte soll die 30-Jährige vor den Augen ihres Sohnes gewürgt und mit einem Pullover stranguliert haben. Schließlich habe der Täter mehrfach mit einem Messer in ihren Hals gestochen. Das Kind war zum Tatzeitpunkt zwei Jahre alt.

Der Verteidiger des Mannes hatte auf Freispruch plädiert und kündigte an, in Revision zu gehen.

muk/dpa/AFP

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