Tumulte in Neuköllner Freibad Polizisten von bis zu 250 Badegästen bedrängt

Im Berliner Columbiabad ist erneut ein Streit eskaliert. Ein Mann bespritzte offenbar erst eine Frau mit einer Wasserpistole, dann brach er ihr die Nase. Kurz darauf kam es zu einem großen Handgemenge.
Sicherheitspersonal im Berliner Columbiabad (Symbolbild)

Sicherheitspersonal im Berliner Columbiabad (Symbolbild)

Foto: Paul Zinken / dpa

Das Berliner Sommerbad Neukölln galt lange als berüchtigtstes Freibad der Hauptstadt. Handgemenge, Messerstechereien und Drohungen gehörten zeitweise zur Tagesordnung. Zuletzt schien sich die Lage in dem Schwimmbad deutlich verbessert zu haben.  Doch nun meldet die Polizei erneut einen Großeinsatz in dem Bad.

Am Sonntagnachmittag wurden die Beamten laut einer Mitteilung  wegen einer gefährlichen Körperverletzung ins Columbiabad gerufen. Demnach war es gegen 17.15 Uhr zunächst beim Anstehen an der Wasserrutsche zu einer Auseinandersetzung gekommen. Eine 21-Jährige und ihre Begleitperson waren von Kindern mit einer Wasserpistole bespritzt worden. Kurz darauf schaltete sich auch ein »Mann im Alter zwischen 35 und 40 Jahren« in den Streit ein.

Laut Polizei hielt der Mann der 21-Jährigen die Wasserpistole erneut vor den Kopf und drückte ab. Die Betroffene spuckte ihn an, er schlug mit der Spielzeugwaffe zu – und brach ihr die Nase. Während die Beamten den Vorfall aufnahmen, bildete sich bereits der nächste Tumult.

60 Polizisten an Einsatz beteiligt

Die Beamten seien »von bis zu 250 Badegästen bedrängt« worden, hieß es von der Polizei. Auch Anweisungen des Freibadpersonals konnten offenbar nicht mehr für Ordnung sorgen. Die Freibadleitung entschied schließlich, das Bad für den Tag komplett zu schließen. Auch dem widersetzten sich einige Gäste.

Erst mit Eintreffen weiterer Einsatzkräfte habe sich die Situation beruhigt. Auf SPIEGEL-Anfrage teilte die Polizei mit, dass insgesamt 60 Polizisten an dem Einsatz beteiligt waren. Die Ermittlungen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch dauern an.

fek/dpa
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