Berlin Polizei verbietet zwei »Querdenken«-Demos am Wochenende

Die Berliner Polizei bereitet sich auf ein Wochenende mit vielen Einsätzen vor. Sogenannte Querdenker haben mehrere Demonstrationen angekündigt – nicht alle dürfen aber stattfinden.
»Querdenken«-Demo am 01. August 2020

»Querdenken«-Demo am 01. August 2020

Foto: Christoph Soeder/ dpa

Zwei für das Wochenende in der Hauptstadt geplante »Querdenken«-Kundgebungen gegen die Corona-Politik sind verboten worden. Das teilte ein Sprecher der Berliner Polizei mit.

»Unter Berücksichtigung und nach Bewertung der objektiven Sachlage haben wir bisher zwei Versammlungen, eine am 31. Juli und eine am 1. August 2021, verboten.« Um welche Demonstrationen genau es sich dabei handelt, teilte die Polizei nicht mit. Die Prüfung weiterer Versammlungen dauere noch an.

Demonstration mit 22.500 Teilnehmenden geplant

Auch am 1. August 2020 hatte nahe des Brandenburger Tors und im Tiergarten die in Berlin eine große Demonstration gegen die Corona-Politik stattgefunden.

In der Vergangenheit hatten sich Teilnehmende derartiger Veranstaltungen oft nicht an die Corona-Regeln gehalten, trugen keine Masken und hielten Abstände nicht ein. Am Sonntag ist unter anderem für den Nachmittag eine »Querdenken«-Kundgebung auf der Straße des 17. Juni in der Nähe des Brandenburger Tors geplant. Die Organisatoren von der Initiative »Querdenken 711« hatten dafür 22.500 Teilnehmer angemeldet, wie deren Sprecher, Michael Ballweg, vor Bekanntwerden des Verbots sagte. Die Stuttgarter Initiative hat zu der Veranstaltung unter dem Motto »Das Jahr der Freiheit und des Friedens – Das Leben nach der Pandemie« aufgerufen.

Die Berliner Polizei bereitet sich nach Angaben des Sprechers auf ein einsatz- und kräfteintensives Wochenende vor. »Aktuell befinden wir uns in der Bewertung sämtlicher Umstände und Erkenntnisse.« Daran richteten sich alle Folgemaßnahmen aus. »Soll heißen: unser Einsatzkonzept, die detaillierte Kräfteplanung einschließlich der Anforderung von Unterstützungskräften, aber auch eine Entscheidung darüber, ob und welche Versammlung betreffend ein Verbot ausgesprochen werden müsste.«

bbr/dpa
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