Berlin Polizeieinsatz am Kottbusser Tor eskaliert

Drei Polizisten sind bei einem Einsatz in Berlin verletzt worden. Als Beamte einen Verdächtigen im Stadtteil Kreuzberg festnehmen wollten, wurden sie auf der Straße attackiert. Am Einsatz der Beamten gibt es Kritik.


Bei einem Einsatz in Berlin-Kreuzberg sind drei Polizisten verletzt worden. Die Beamten waren nach dem Hinweis eines Zeugens in der Reichenberger Straße unterwegs, um die Personalien eines mutmaßlichen Fahrraddiebs aufzunehmen, teilte die Berliner Polizei mit.

Nachdem die Kontrolle beendet war und die Beamten ihre Streife fortsetzen wollten, kam der 22-Jährige demnach zum Fahrzeug zurück, trat dagegen und riss die Tür auf. Daraufhin nahmen die Polizisten ihn fest.

Laut Polizei versammelten sich bereits bei der Festnahme Menschen um das Fahrzeug. Wenig später bewarfen sie die Beamten nach Darstellung der Polizei mit Steinen, Blumentöpfen, Aschenbechern und Glasflaschen.

Die Polizisten alarmierten daraufhin weitere Kollegen. Erst als sie eintrafen, beruhigte sich die Situation. Bei dem Einsatz wurden drei Beamte verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Vier Männer im Alter zwischen 16 und 36 Jahren wurden festgenommen.

An dem Einsatz gibt es Kritik. Von dem Vorfall kursieren im Internet Videos. Eines davon zeigt, wie Polizisten einen Verdächtigen auf dem Boden fixieren, schlagen und treten. Ob er dabei verletzt wurde, ist unklar.

Es ist zu hören, wie mehrere Personen die Szene beobachten und gegen das Vorgehen der Polizei protestieren. Die Polizei schrieb zu den Szenen, dass diese nach den Angriffen auf ihre Kollegen stattfanden.

sen

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