Raubüberfall auf Geldtransporter in Berlin Alles umsonst

Neue Details zum spektakulären Raubüberfall auf einen Geldtransporter in Berlin. Die Polizei hat das zweite Fluchtfahrzeug und die Beute gefunden. Einen Teil haben die Täter verloren, den Rest liegenlassen.

CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Bei dem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin sind die Täter neuesten Erkenntnissen zufolge offensichtlich leer ausgegangen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hätten die Räuber einen Teil ihrer Beute am Tatort verloren und den Rest in ihrem abgestellten Fluchtwagen zurückgelassen.

Das hätten die bisherigen Ermittlungen sicher ergeben, hieß es. Zudem fand die Polizei eigenen Angaben zufolge in der Nacht auf Sonntag das zweite Fluchtauto.

Mehrere maskierte und bewaffnete Täter hatten am Freitagmorgen nahe dem Alexanderplatz einen Geldtransporter gestoppt und mehrere Geldkisten erbeutet. Auf ihrer Flucht schossen sie auf ein Polizeiauto, das sie verfolgte, und bauten mehrere Unfälle. Verletzt wurde niemand. Die Höhe der Beute ist unbekannt.

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Überfall auf Geldtransporter: Mitten in Berlin

Die Täter hatten den Geldtransporter mit zwei Autos eingekeilt und brachten ihn so zum Anhalten. Sie bedrohten die Insassen mit Waffen und brachen währenddessen die Hecktüren des Transporters auf. Mit ihrer Beute flüchteten sie in zwei Autos durch den Berufsverkehr.

Bei den Schüssen auf die ihnen folgende Polizeistreife wurde deren Wagen im Frontbereich getroffen. Die Beamten brachen die Verfolgung ab. Die Täter ließen nach mehreren Unfällen eines ihrer Fluchtautos beschädigt stehen und flohen zusammen mit dem zweiten Wagen.

Eine Mordkommission der Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen wegen der Schüsse auf die Beamten, daneben ermittelt ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes.

Seit vielen Jahren verüben verschiedene Täterbanden in Berlin immer wieder gutorganisierte Überfälle und Einbrüche: etwa der Coup vom KaDeWe im Januar 2009. Im Dezember 2013 überfielen drei bewaffnete und maskierte Männer einen Geldtransporter auf der Tauentzienstraße und erbeuteten eine sechsstellige Summe. Zuletzt sorgte im März 2017 der Einbruch in das Bode-Museum (kostenpflichtig) mit dem Diebstahl der riesigen Goldmünze für Aufsehen.

löw/dpa

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