Berlin Straßenbahnfahrer drängt Mädchen mit Kopftuch angeblich zum Aussteigen
In Berlin hat sich eine 14-Jährige über einen fremdenfeindlichen Vorfall beklagt: Sie habe eine Straßenbahn verlassen müssen - nach einer diskriminierenden Durchsage.
Der Fahrer soll das Mädchen über Lautsprecher zum Aussteigen aufgefordert haben, da niemand von ihm befördert würde, der ein Kopftuch trage. Die Jugendliche gab der Polizei zufolge an, sie habe von keinem anderen Fahrgast Unterstützung erhalten und sei daraufhin verunsichert ausgestiegen.
Landeskriminalamt übernimmt
Anschließend habe sie den Vorfall einer Erwachsenen mitgeteilt, die Anzeige erstattete. Die Abteilung Staatsschutz im Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.
Eine Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe sagte, derzeit würden die Videodaten aus allen in Frage kommenden Zügen überprüft. Dies werde voraussichtlich bis Donnerstag dauern. Der Vorfall müsste, wenn er sich so zugetragen habe, auf dem Videomaterial zu sehen sein.
sms/dpa/AFP