Berlin Tausende nehmen an Demo auf dem Landwehrkanal teil

Gut 3000 Menschen demonstrierten laut Polizei für die Rettung der Berliner Kultur - die Veranstaltung wurde schließlich abgebrochen.
Veranstaltung am Sonntag auf dem Landwehrkanal

Veranstaltung am Sonntag auf dem Landwehrkanal

Foto: DAVID GANNON/ AFP

Die Berliner Polizei hat eine Demonstration auf dem Landwehrkanal am Sonntag beenden lassen. Rund 3000 Menschen hatten sich in der Spitze laut einer Mitteilung  dort versammelt, am Ufer und mit Schlauchbooten auf dem Wasser. Wegen Beschwerden über laute Musik und fehlender Einhaltung der Mindestabstände habe der Veranstalter die Aktion schließlich nach einem Gespräch mit der Polizei abgebrochen.

Die ersten Teilnehmer versammelten sich demnach am Sonntag um 12.30 Uhr im Treptower Hafen. Von dort setzte sich die Gruppe in Bewegung. Später seien Hunderte Menschen in Schlauchbooten dazugekommen, es sei Musik abgespielt worden, auch Reden wurden laut Polizei gehalten. Der Veranstalter habe vergeblich um Einhaltung der Abstände gebeten. Gegen 17.35 Uhr habe der Anmelder die Aktion abgebrochen.

100 Beamte im Einsatz

Neben etlichen Schlauchbooten seien auch 20 große Boote beteiligt gewesen. Diese habe die Wasserschutzpolizei zurück zum Treptower Hafen geleitet. Gegen 21 Uhr sei der Landwehrkanal geräumt gewesen. Zwei Boote der Wasserschutzpolizei und hundert Polizeibeamte waren im Einsatz.

Die "Berliner Zeitung " berichtet, auf der Facebook-Seite "Rebellion der Träumer " sei zur Teilnahme an der Aktion aufgerufen worden. Dort heißt es unter anderem, man fordere Finanzhilfen für nicht staatliche Kulturinstitutionen wie Klubs & Festivals.

In der Ankündigung steht: "Das Demonstrationsverbot ist für Berlin ab 30.05. aufgehoben! Das heißt wir können euch jetzt auch ganz offiziell einladen mit Kanus, Schlauchbooten, oder vom Ufer aus an unserer (Rave-)Kultur Retten! Wasserdemo teilzunehmen!"

jpz

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