Prozessauftakt in Berlin 25-Jährige mit Kopfschuss getötet - zwei Männer angeklagt

Er habe "einfach mal jemanden abschießen" wollen, sagte einer der Angeklagten. In Berlin müssen sich zwei Männer vor dem Landgericht verantworten. Sie sollen eine 25-Jährige erschossen haben.

Tatort in Berlin-Neukölln
DPA

Tatort in Berlin-Neukölln


Die 25-jährige Frau starb Ende Dezember in Berlin-Neukölln durch einen tödlichen Schuss in den Kopf. Fast ein halbes Jahr nach der Tat hat nun vor dem Landgericht der Hauptstadt der Prozess gegen zwei Männer begonnen.

Aus Mordlust sollen die 29 und 40 Jahre alten Angeklagten die arg- und wehrlose Freundin des jüngeren Mannes erschossen haben. Sie hätten "einen anderen Menschen sterben sehen wollen", heißt es in der Anklage. Ob sich die beiden Männer zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zunächst offen.

Die mutmaßlichen Mörder sollen kurz vor der Tat eine halbautomatische Selbstladepistole gestohlen haben. Sie hätten dann beschlossen, die auf einem Gehweg wartende Freundin des 29-Jährigen zu erschießen, so die Anklage. Zunächst habe der 29-Jährige der völlig arglosen Frau in den Arm geschossen. Nach Ladehemmungen habe der 40-Jährige die Pistole ergriffen, durchgeladen und erneut dem Komplizen übergeben. Der 29-Jährige habe auf den Kopf der Frau gezielt und abgedrückt.

Die gebürtige Polin war am späten Abend des 27. Dezember schwer verletzt aufgefunden worden. Kurz danach starb sie in einem Krankenhaus. Wenige Tage später wurden die beiden Angeklagten festgenommen. Der mutmaßliche Schütze, nach Angaben seiner Verteidiger seit mehr als zehn Jahren drogenabhängig, soll damals erklärt haben, er habe "einfach mal jemanden abschießen" wollen. Der Prozess wird am 15. Juli fortgesetzt.

sen/dpa

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