Ermittlungen in Berlin Tödlicher Unfall mit Streifenwagen - Polizist soll betrunken gewesen sein

Im Januar 2018 starb eine junge Frau, nachdem ihr Auto von einem Streifenwagen gerammt worden war. Nun wird bekannt: Der Polizist am Steuer hatte möglicherweise Alkohol getrunken.
Unfallort nahe Alexanderplatz in Berlin (Archiv)

Unfallort nahe Alexanderplatz in Berlin (Archiv)

Foto: Maurizio Gambarini/ dpa

Der Polizist, gegen den wegen eines tödlichen Unfalls nahe dem Alexanderplatz in Berlin ermittelt wird, war möglicherweise betrunken. "Der Fahrer des Polizeifahrzeugs soll alkoholisiert gewesen sein", sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittlungen lägen bei der Staatsanwaltschaft.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, es werde in dem Fall auch wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wegen Trunkenheit ermittelt - nicht mehr nur wegen fahrlässiger Tötung. Zuvor hatte unter anderem die "Berliner Morgenpost" darüber berichtet.

Dem Bericht zufolge gab es einen anonymen Hinweis, dass der Beamte alkoholisiert gewesen sein soll. Schließlich habe die Staatsanwaltschaft dessen Patientenakte beschlagnahmen lassen. Daraus geht demnach hervor, dass bei dem Fahrer zum Zeitpunkt der Blutentnahme im Krankenhaus ein Alkoholwert von rund ein Promille festgestellt wurde.

Bei dem Unfall Ende Januar 2018 auf der Grunerstraße war das Auto einer 21-Jährigen von einem Streifenwagen gerammt worden. Die junge Frau starb noch am Unfallort. Die Polizisten waren wegen eines Raubüberfalls alarmiert worden.

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Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik teilte in einem Statement, das die Polizei bei Twitter veröffentlichte, mit: "Ich sichere der Familie zu, dass ich mit vollem Nachdruck und rückhaltlos alles zur Aufklärung Erforderliche beitragen werde."

Laut "Berliner Morgenpost" war der Streifenwagen einem Gutachten zufolge deutlich zu schnell unterwegs - mit 134 Kilometern pro Stunde. Beim Aufprall auf den Kleinwagen der 21-Jährigen soll das Polizeifahrzeug demnach noch 90 Kilometer pro Stunde schnell gewesen sein.

wit/dpa