Berlin Rangelei am U-Bahnsteig - Zug reißt Mann Bein ab

In einem Berliner U-Bahnhof sind sieben junge Männer aneinandergeraten - dann stürzte einer der Kontrahenten ins Gleisbett und wurde von einem Zug schwer verletzt. Die Polizei ermittelt nun gegen zwei Teenager.

Berliner U-Bahn (Archivbild)
AP

Berliner U-Bahn (Archivbild)


Eine U-Bahn hat einem Mann in Berlin ein Bein abgerissen. Der 24-Jährige war bei einem Gerangel in einem U-Bahnhof auf die Schienen gestürzt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Beim Klettern aus dem Gleisbett sei er von einem einfahrenden Zug erfasst worden, der ihm ein Bein abgetrennt habe.

Der 24-Jährige wurde laut Polizei notoperiert, er ist inzwischen außer Lebensgefahr. Er war den Angaben zufolge in der Nacht zum Samstag mit vier Bekannten unterwegs, als die Gruppe gegen 0.20 Uhr auf dem Bahnsteig der Linie U7 im Stadtteil Charlottenburg mit zwei Teenagern in Streit geriet. Bei einer Rangelei mit den 17 und 18 Jahre alten Männern stürzte der 24-Jährige plötzlich vom Bahnsteig.

Die Auseinandersetzung sei "aus Nichtigkeiten heraus" entstanden, teilte die Polizei mit. Die genauen Hintergründe seien aber nicht bekannt. Die beiden Jugendlichen wurden vorläufig festgenommen, gegen sie wird wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung ermittelt. "Was sich da wirklich abgespielt hat, ist aber noch nicht geklärt", sagte eine Polizeisprecherin dem SPIEGEL. Zunächst sollen nun alle Beteiligten befragt werden.

Zuletzt hatten in Berlin mehrere Zwischenfälle an U-Bahnhöfen bundesweit Aufsehen erregt. Erst vor vier Wochen schubste eine Gruppe junger Männer einen 26-Jährigen ins Gleisbett, nachdem sie ihn verprügelt hatten - der Mann konnte sich rechtzeitig retten. Zuvor hatten im Dezember laut Anklage sechs junge Männer versucht, einen Obdachlosen in einem U-Bahnhof im Stadtteil Kreuzberg anzuzünden, bereits im Oktober hatte ein Mann zudem eine Frau am Bahnhof Hermannstraße auf einer Treppe getreten.

mxw/dpa



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