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10. Juli 2013, 18:32 Uhr

Berlin

Prügelattacke auf Mann aus Guinea war womöglich rassistisch motiviert

Hinter der Prügelattacke auf einen Afrikaner nahe dem Berliner Alexanderplatz steckt möglicherweise ein rassistisches Motiv. Darauf deuten Aussagen des schwerverletzten Opfers hin. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden festgenommen.

Berlin - Der brutale Überfall auf einen aus dem westafrikanischen Guinea stammenden Mann in Berlin ist womöglich rassistisch motiviert gewesen. Der 48-Jährige sei nach ersten Erkenntnissen rassistisch beleidigt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Dies legten Aussagen des Opfers nahe. Der Mann war am Dienstag brutal zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden kurz darauf festgenommen.

Der 48-jährige Mann befindet sich nach Polizeiangaben weiterhin im Krankenhaus, Lebensgefahr bestehe aber nicht mehr. Er war am Neptunbrunnen in Berlin-Mitte attackiert worden. Als mehrere Passanten ihm zur Hilfe eilten, flüchteten die Angreifer. Aufgrund von Zeugenhinweisen konnten die beiden 23 und 33 Jahre alten Verdächtigen kurze Zeit später am S-Bahnhof Alexanderplatz festgenommen werden.

Berlins Innensenator Frank Henkel würdigte das Eingreifen der Augenzeugen. "Vermutlich wäre das Opfer vor Ort totgeprügelt worden, wenn die Passanten nicht so mutig und beherzt eingegriffen hätten", sagte Henkel. Es handele sich "um einen außergewöhnlichen Fall von Zivilcourage". Den mutmaßlich rassistisch motivierten Überfall nannte er eine "unerträgliche Tat".

wit/dpa/AFP

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