Berlin Verbrannte Kristina starb an Überdosis Drogen

Überraschende Wendung im Fall der vor mehr als zwei Monaten verbrannt in einem Koffer aufgefundenen Kristina: Neuen Ermittlungsergebnissen der Mordkommission zufolge wurde die 14-Jährige nicht bei lebendigem Leib angezündet, sondern starb an einer Überdosis Drogen.


Berlin - Wie ein Polizeisprecher heute sagte, gehe dies aus dem gerichtsmedizinischen Endgutachten hervor. Wann das Mädchen genau starb, steht nicht fest. Die Leiche der Schülerin war am Abend des 16. April in einem Park verbrannt worden. Bisher waren die Ermittler davon ausgegangen, dass Kristina noch lebte, als sie angezündet wurde.

Kristina H.: In einen Rollkoffer gezwängt und angezündet
DDP / Polizei

Kristina H.: In einen Rollkoffer gezwängt und angezündet

Bekannt war jedoch bereits, dass die Gymnasiastin Ectasy konsumierte und zahlreiche Kontakte in die Drogen-Szene hatte. Wie die Jugendliche ihre letzten 24 Stunden verbrachte, sei trotz zahlreicher Hinweise noch immer nicht geklärt, hieß es.

Die Täter hatten die Leiche des Mädchens in einen Rollkoffer gezwängt, den sie mit Benzin übergossen und anzündeten. Für Hinweise zu ihrer Ergreifung wurde eine Belohung in Höhe von bis zu 11.860 Euro ausgesetzt.

jdl/ddp/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.