Berlin Wachmann erschießt Räuber bei Überfall

Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter im Berliner Stadtteil Friedrichshain ist es zu einer Schießerei gekommen. Die Täter waren zu zweit auf die Sicherheitsleute losgestürzt und hatten sofort das Feuer eröffnet. Als die Wachleute zurückschossen, trafen sie einen der Räuber tödlich.


Berlin - Der Überfall ereignete sich nach Polizeiangaben gestern Abend gegen 21.30 Uhr vor einer Filiale der Sparkasse in der Karl-Marx-Allee. Kurz nachdem zwei Wachmänner den Transporter mit den Geldkassetten zum Nachfüllen der Geldautomaten verlassen hatten, wurden sie von zwei Unbekannten beschossen, die vom Straßenrand angelaufen kamen. Die beiden Wachleute blieben unverletzt und erwiderten das Feuer.

Dabei wurde einer der Täter schwer verletzt. Rettungsversuche eines sofort alarmierten Notarztes scheiterten. Der 59-Jährige starb etwa eine Stunde später am Tatort.

Der andere Räuber konnte zunächst flüchten, wurde jedoch kurze Zeit später gefasst. Der 64-Jährige sei in einer Wohnung unweit des Tatortes festgenommen worden, so ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Die Polizei kam dem mutmaßlichen zweiten Täter nach eigenen Angaben wegen Wohnungsschlüsseln auf die Spur, die die Ermittler bei dem Getöteten gefunden hätten. Der Mann habe bei der Festnahme keinen Widerstand geleistet.

Der Fahrer des Geldtransporters konnte keine genaueren Angaben zum Überfall auf seine beiden Kollegen machen. Er war an der Schießerei nicht beteiligt. Aus Sicherheitsgründen dürfe der Fahrer den Geldtransporter in keinem Fall verlassen, erläuterte ein Polizeisprecher.

Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Fall im Berliner Stadtteil Hellersdorf. Dort hatten zwei Räuber am 11. August einen 40 Jahre alten Wachmann erschossen. Später war das gestohlene Fluchtfahrzeug ausgebrannt im brandenburgischen Altlandsberg gefunden worden.

ffr/dpa/ddp



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