Berlin-Wilmersdorf Zwei Männer sollen Rabbiner bespuckt und beleidigt haben

In der Nähe einer Synagoge in Berlin ist es mutmaßlich zu einem Übergriff auf einen Rabbiner gekommen. Ein Kind Yehuda Teichtals soll dabei gewesen sein, als der 47-Jährige bespuckt und beleidigt wurde.

Yehuda Teichtal: "Natürlich werden wir uns jetzt nicht verstecken"
Soeren Stache/DPA

Yehuda Teichtal: "Natürlich werden wir uns jetzt nicht verstecken"


In Berlin ist es mutmaßlich zu einem antisemitischen Übergriff auf einen Rabbiner gekommen. Yehuda Teichtal sei von zwei Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt worden, teilte die Jüdische Gemeinde zu Berlin mit.

Der Angriff habe sich in der Nähe einer Synagoge in Wilmersdorf ereignet, hieß es. Teichtal hatte dort demnach zuvor einen Gottesdienst gehalten und war mit einem seiner Kinder unterwegs.

"Wir müssen leider feststellen, dass die Aggressionen gegen Juden sowohl auf den Schulhöfen als auch auf den Straßen Berlins ein Eigenleben entwickelt haben", sagte Teichtal. Er bleibe aber davon überzeugt, dass die meisten Menschen in Berlin Aggression gegen Juden als traurigen Bestandteil des jüdischen Alltags nicht hinnehmen wollten. "Natürlich werden wir uns jetzt nicht verstecken, sondern bauen weiter auf Liebe, Toleranz, Dialog und Bildung", sagte der 47-Jährige.

Mehreren Medienberichten zufolge bestätigte die Polizei, dass ein entsprechender Vorfall vom vergangenen Freitag angezeigt worden sei. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen und sich mit dem Geschädigten in Verbindung gesetzt, zitiert die "Jüdische Allgemeine" eine Sprecherin.

bbr/dpa



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