Medienbericht Staatsanwaltschaft wollte offenbar "Bild"-Redaktion durchsuchen

Die "Bild"-Zeitung hat eigenen Angaben zufolge eine Durchsuchung ihrer Redaktionsräume verhindert. Die Polizisten hatten demnach keinen Durchsuchungsbeschluss.


Am Samstag sollen Ermittler versucht haben, Zugang zur Redaktion der "Bild"-Zeitung zu bekommen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung selbst. Die Beamten sollten demnach im Auftrag des Landeskriminalamts Hessen und der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Internet-Zugriffsdaten von Lesern beschlagnahmen.

Da die Polizisten keinen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss dabeigehabt hätten, sei ihnen der Zutritt bereits am Eingang verweigert worden. Telefonisch war der Redaktion laut "Bild"-Zeitung mitgeteilt worden, dass Gefahr im Verzug gewesen sei, es am Wochenende aber keine Möglichkeit eines richterlichen Beschlusses gebe.

Dabei ging es wohl um ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Laut "Bild" ist der Hintergrund "offenbar ein internes Ermittlungsverfahren gegen Polizisten, die eine NSU-Opferanwältin bedroht haben sollen." Unklar sei geblieben, ob die Polizisten einen Informanten gesucht hätten.

bbr

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.