Missbrauchsvorwürfe Prozess gegen Bill Cosby soll erst im Sommer 2017 beginnen

Bill Cosby muss wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht. Der Prozessauftakt verzögert sich allerdings. Grund ist der "außergewöhnlich überbuchte" Terminkalender seines Verteidigers.

Bill Cosby
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Der Prozess gegen den US-Entertainer Bill Cosby wegen Missbrauchsvorwürfen kann voraussichtlich erst im kommenden Sommer beginnen. Richter Steven O'Neill legte bei einer Anhörung in einem Gericht in Norristown im US-Bundesstaat Pennsylvania den vorläufigen Prozessauftakt auf den 5. Juni 2017.

An der Verzögerung sei der "außergewöhnlich überbuchte" Terminkalender von Cosbys Hauptverteidiger schuld, sagte O'Neill. Cosby war selbst vor Gericht erschienen, er äußerte sich allerdings nicht.

In dem Prozess geht es um die Vorwürfe einer ehemaligen Universitätsangestellten: Sie gab an, im Jahr 2004 von Cosby unter Drogen gesetzt und in seinem Haus sexuell missbraucht worden zu sein. Bei einer Verurteilung drohen Cosby bis zu zehn Jahre Haft.

Insgesamt werfen mehr als 50 Frauen Cosby sexuellen Missbrauch vor. Die mutmaßlichen Fälle liegen teils Jahrzehnte zurück. Über seine Anwälte hat der 79-jährige Star der Achtzigerjahre-Sitcom "The Cosby Show" die Vorwürfe bislang meist zurückweisen lassen.

aar/dpa



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