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09. Februar 2017, 10:20 Uhr

Ermittlungen gegen Mitarbeiter

Kinderporno-Verdacht im Bistum Limburg

Gegen einen Mitarbeiter des katholischen Bistums Limburg laufen Ermittlungen - wegen mutmaßlichen Besitzes von Kinderpornografie. Bei einer Durchsuchung soll belastendes Material gefunden worden sein.

Ein Mitarbeiter des katholischen Bistums Limburg ist wegen des mutmaßlichen Besitzes von Kinderpornografie in den Fokus von Ermittlungen geraten. Der Mann sei deshalb vom Dienst freigestellt worden, sagte Bistumssprecher Stephan Schnelle.

Auch ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte die Ermittlungen. Diese führe die in Gießen ansässige "Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität". Es gehe um den Verdacht, dass sich der Mann Kinderpornografie verschafft und besessen habe. Dem Sprecher zufolge gab es bei dem Verdächtigen am 1. Februar eine Durchsuchung. Dabei seien Datenträger sichergestellt worden, die nun ausgewertet würden.

Die "Frankfurter Neue Presse" berichtete, bei der Durchsuchung eines Büros und einer Wohnung in Limburg hätten die Ermittler auf Rechnern und USB-Sticks belastendes Material gefunden. Demnach hatte die Staatsanwaltschaft zuvor wochenlang verdeckt ermittelt. Das Bistum prüft nun, ob es auch Missbrauchsopfer in der Diözese gibt. Der Mann hat früher auch mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet.

"Das Bistum hat die Ermittlungen aktiv unterstützt", sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. In welcher Funktion der Mitarbeiter für das Bistum tätig war, teilten sowohl er als auch Schnelle nicht mit. Der Bistumssprecher betonte, gemäß den bischöflichen Leitlinien habe man den betroffenen Mitarbeiter freigestellt und arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen. "Es gilt die Unschuldsvermutung", sagte Schnelle. Laut "Frankfurter Neue Presse" soll es sich um einen engen Vertrauten von Bischof Georg Bätzing handeln.

Das Bistum Limburg war in den vergangenen Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil die Kosten für den neuen Bischofssitz explodiert waren. Der frühere Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst war unter anderem deswegen im März 2014 abberufen worden. Anschließend hatte Manfred Grothe zwischenzeitlich als sogenannter Apostolischer Administrator das Bistum geleitet und Schritte zur Aufarbeitung des Skandals und zur Neustrukturierung des Bistums eingeleitet. Im vergangenen September wurde Bätzing zum neuen Bischof von Limburg geweiht.

wit/mxw/dpa

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