Kunstaktion in Bornhagen ZPS-Aktivist darf sich Höcke-Haus nicht mehr nähern

Das Zentrum für Politische Schönheit löste mit einem Nachbau des Holocaust-Mahnmals neben dem Haus von Björn Höcke Kontroversen aus. Jetzt gibt es einen Gerichtsbeschluss gegen einen Aktivisten.
Holocaust-Mahnmal in Bornhagen

Holocaust-Mahnmal in Bornhagen

Foto: imago/snapshot

Philipp Ruch vom Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) muss in Zukunft Abstand von Björn Höckes Haus halten. Laut einem Gerichtsbeschluss darf sich Ruch dem Wohnhaus der Familie des AfD-Politikers nur noch auf einen halben Kilometer nähern. Das hat das Amtsgericht Heiligenstadt mitgeteilt.

ZPS-Aktivisten hatten aus Protest gegen eine Rede Höckes eine Holocaust-Mahnmal-Nachbildung auf einem Nachbargrundstück in Bornhagen im Eichsfeld errichtet. Frühere Angaben, die Gruppe habe den Politiker und seine Familie über Monate hinweg beobachtet, haben die Künstler mittlerweile bestritten.

Ruch ist der künstlerische Leiter des ZPS. Man habe inzwischen eine mündliche Verhandlung bei dem Gericht beantragt, sagte er auf Anfrage. Eine solche hat es nach Angaben des Gerichts zuvor wegen Dringlichkeit nicht gegeben.

Durch die Anordnung ist es Ruch nach eigenen Angaben nicht mehr möglich, seine Wohnung in einem Nachbarhaus zu betreten. Auch könne er so nicht mehr zu dem Kunstobjekt gelangen. Beides liege weniger als 500 Meter von Höckes Haus entfernt.

bbr/dpa
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