Blutiges Beziehungsdrama Mann ersticht Säugling und verletzt Lebensgefährtin schwer

Es war das Ende eines langen Beziehungsstreits: Ein 53 Jahre alter Mann soll in Hannover die Tochter seiner Lebensgefährtin getötet und die 39-Jährige selbst schwer verletzt haben. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen.

Hannover - Hintergrund der Tat könnte nach Angaben der Polizei ein schon länger andauernder Beziehungsstreit sein. Ein Polizeisprecher sagte, es sei noch unklar, ob der 53-jährige gebürtige Iraner der leibliche Vater des Mädchens ist. In seiner Vernehmung habe der Mann geschwiegen. Hinweise auf einen fremden Täter gebe es aber nicht.

Nach einem Notruf fanden Polizisten am Donnerstag das schwer verletzte Paar und die Tochter. "Ich habe meine Frau und mein Kind umgebracht", hatte der Anrufer gesagt. Als die Rettungskräfte die Wohnung erreichten, stand die Tür offen. Das Mädchen lag leblos auf dem Wohnzimmerboden, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die mit Stichen verletzte Frau sowie der am Kopf verletzte Mann kamen ins Krankenhaus.

Auf der Suche nach der Tatwaffe stellten die Beamten mehrere Messer sicher, die nun kriminaltechnisch untersucht werden. Eine Obduktion des Kindes soll weiteren Aufschluss über das blutige Geschehen geben.

Der Iraner und seine deutsche Partnerin hätten sich in den vergangenen zwei Jahren mehrfach getrennt und dann wieder versöhnt, sagte der Polizeisprecher. "Das war keine stabile Beziehung." Nach einer der Trennungen habe es einen Streit um den Aufenthalt des Kindes gegeben, bei dem die Polizei und ein Gerichtsvollzieher anrücken mussten.

Dem Iraner sei es aber nicht darum gegangen, sich mit dem Kind in seine Heimat abzusetzen. Seit Juli sei es in der Familie dann immer wieder zu Streit gekommen.

han/ddp/dpa

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