Bluttat in Mexiko 35 Leichen auf Lastwagen gefunden

Grausiger Fund in der mexikanischen Stadt Veracruz: An einer Unterführung sind 35 Leichen in zwei Lastwagen entdeckt worden. Die Toten gehörten offenbar alle einer kriminellen Organisation an - manche von ihnen sollen erst vor wenigen Tagen aus dem Gefängnis geflohen sein.

Unterführung in Veracruz: Lastwagen mit 35 Leichen abgestellt
AFP

Unterführung in Veracruz: Lastwagen mit 35 Leichen abgestellt


Mexiko-Stadt - In der mexikanischen Hafenstadt Veracruz sind die Leichen von 35 mutmaßlichen Mitgliedern einer kriminellen Bande gefunden worden. Die Toten seien am Dienstag in zwei Lastwagen auf einer stark genutzten Straße entdeckt worden, sagte der Staatsanwalt von Veracruz, Reynaldo Escobar. Maskierte Bewaffnete hatten offenbar den Verkehr an einer Unterführung in der Nähe eines Einkaufszentrums aufgehalten und dann die Lkw vor den Augen schockierter Autofahrer abgestellt, teilten die Behörden mit.

Sieben der Opfer sind identifiziert. Sie waren laut Staatsanwaltschaft wegen Mord, Entführung oder Drogendelikten vorbestraft. Es soll sich um 23 Männer und zwölf Frauen handeln. Escobar sagte, alle Opfer gehörten derselben kriminellen Organisation an, den Namen der Bande nannte er allerdings nicht. Laut Escobar wertet die Polizei Bilder von Überwachungskameras aus.

Manche der Toten sind nach Berichten von Lokalzeitungen Häftlinge, die erst am Montag aus drei Gefängnissen in Veracruz ausgebrochen waren. Mindestens 32 Gefängnisinsassen seien entkommen, nur 14 waren wieder gefasst worden.

Wichtige Route für Drogenschmuggel

Veracruz liegt rund 400 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt am Golf von Mexiko. Im gleichnamigen Bundesstaat kommt es seit mehr als einem Jahr immer wieder zu blutigen Kämpfen um die Kontrolle des Drogenhandels zwischen Anhängern zweier Kartelle. Veracruz gilt im Drogenhandel als strategisch entscheidend, weil es auf einer wichtigen Route für den Drogen- und Menschenschmuggel Richtung Norden liegt.

Seit Jahren wird die wichtigste Hafenstadt des Landes von Gewalt heimgesucht, die vor allem dem Kartell Los Zetas, aber auch anderen kriminellen Banden zugeschrieben wird. Die Zetas sind ehemalige Sicherheitskräfte, die sich als Auftragskiller verdingen. Ihnen wird vorgeworfen, Gefängnisausbrüche zu organisieren, um gewaltbereite Häftlinge für ihren blutigen Machtkampf mit anderen Drogenkartellen einzusetzen.

Im Drogenkrieg sind in den vergangenen Jahren Zehntausende Menschen getötet worden. Allein 2010 kamen etwa 15.000 Menschen ums Leben.

ulz/dpa/dapd/AFP/AP



insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
World_watcher 21.09.2011
1. ........
Was soll es da zu diskutieren geben? Weitere 35 Leichen in einem Land, dass großteils davon lebt, dass in den reichen Ländern Drogen illegal sind und somit der Kriminalität exponential Tür und Tor geöffnet wird.
Meshada 21.09.2011
2. .
Zitat von World_watcherWas soll es da zu diskutieren geben? Weitere 35 Leichen in einem Land, dass großteils davon lebt, dass in den reichen Ländern Drogen illegal sind und somit der Kriminalität exponential Tür und Tor geöffnet wird.
Das ist ziemlicher Blödsinn. Dies schadet Mexiko, es nutzt der Bevölkerung nicht im geringsten. Es verdienen daran nur einige Drogenbosse. Mehr nicht. Mexiko lebt gewiss nicht "großteils" vom Drogenhandel, jede Statistik beweist das Gegenteil. US-Kinofilme sind keine akkurate Darstellung von Mexiko, wissen sie?
gallstone, 21.09.2011
3. ,.-
Zitat von World_watcherWas soll es da zu diskutieren geben? Weitere 35 Leichen in einem Land, dass großteils davon lebt, dass in den reichen Ländern Drogen illegal sind und somit der Kriminalität exponential Tür und Tor geöffnet wird.
tja das ließe sich schnell erledigen, wenn die kriminelle stufe der thc-konsumenten abgeschafft werden würden. was in den letzten jahrzehnten an geld, waffen und v.a. menschenleben durch diesen sinnfreien krieg verloren gingen geht auf keine kuhhaut. v.a. wenn man bedenkt, dass in den usa, ein land mit den strengsten regeln der konsum von thc weit aus höher ist als beispielsweise in den NL. in den NL ist der konsum sogar niedriger als in deutschland. irgendwie scheint da was nicht zu stimmen. das lustigste ist ja, dass immer der untergang des abendlandes verhergesagt wird wenn es zu einer entkriminalisierung kommt. schon doof, dass es den NL blendend geht. also einziger weg: entkriminalisierung von thc weltweit. ;) viel grüße + jetzt dürft ihr auf mich einschlagen!
storystory 21.09.2011
4. Genau...
...wieder 35 Tote die von irgendwelchen schei** Drogenschluckern mit ermordert wurden. Drogen müssen weg, von mir aus kann sich ja jeder seine Hanfpflanze wegen seiner Magenbeschwerden oder als Alkoholersatz ins Wohnzimmer stellen, aber alles andere muss weg. Ist nur Gift und schlauer und gesünder machen Drogen auch nicht, niemanden. Kein Handel = keine Gewinne = kein Geld für Waffen = keine Bandenkriege Jeder kann da in seinem Umfeld anfangen, kennt ja so ziemlich jeder jemanden der irgendwas nimmt. Einfach mal darauf hinweisen was da an so einem Joint oder Trip alles mit dranhängt...
fatherted98 21.09.2011
5. Bei den vielen..
...Toten jede Woche, wundert es, das dort überhaupt noch jemand lebt und der Rest nicht einfach wegzieht.
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