Bombenfund in Ankara "Mögliche Katastrophe verhindert"

Suchhunde der Polizei haben in der türkischen Hauptstadt Ankara ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug entdeckt. Der Kleinbus mit falschen Nummernschildern war in einem Parkhaus entdeckt worden. Experten konnten eine Katastrophe verhindern.


Ankara - Wie der Gouverneur der Stadt, Kemal Onal, mitteilte, spürte die Polizei den mit großen Mengen Sprengstoff beladenen Kleinbus rechtzeitig auf. "Eine mögliche Katastrophe ist verhindert worden", sagte Onal. Laut seinen Angaben handelte es sich um eine große Menge Sprengstoff. Wer hinter dem geplanten Anschlag stecke, könne noch nicht gesagt werden, erklärte Onal. "Die Bombe war aber sehr groß, und ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn sie hochgegangen wäre."

Die Häuser in der Umgebung wurden evakuiert. CNN-Turk berichtete, die Polizei störe dort die Mobilfunknetze, um eine ferngesteuerte Zündung zu verhindern.

In der Türkei sind in der Vergangenheit immer wieder Bombenanschläge verübt worden, sowohl von kurdischen Separatisten als auch von Linksextremisten und militanten Islamisten. Onal verwies darauf, dass der 11. und der 12. September besonders sensible Tage seien. Am 11. September jährt sich der Anschlag auf das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington und am 12. September der türkische Militärputsch von 1980.

2003 wurde bei einem von al-Qaida verübten Anschlag mehr als 60 Menschen getötet. Der Anschlag richtete sich vor allem gegen britische und jüdische Einrichtungen in der Türkei.

Im Mai dieses Jahres kamen sechs Menschen bei einem Anschlag in einem Einkaufsviertel von Ankara ums Leben. Die Behörden machten kurdische Separatisten dafür verantwortlich.

jjc/Reuters/AP



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