Polizeieinsatz in Bonn Drei Tote bei mutmaßlichem Familiendrama

In Bonn hat ein Mann offenbar sein dreijähriges Kind und seine Frau umgebracht. Bei einem anschließenden Polizeieinsatz wurde der 40-Jährige erschossen.

Polizeieinsatz in Bonn
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Polizeieinsatz in Bonn


Bei einem mutmaßlichen Familiendrama in Bonn hat es drei Tote gegeben. Ein Mann tötete offenbar erst seine Frau und das gemeinsame Kind, dann wurde er bei einem Polizeieinsatz erschossen.

Beamte fanden das Kind und die 39 Jahre alte Frau tot in ihrer Wohnung, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Beamter schoss demnach bei dem Einsatz auf den 40-Jährigen. Der Mann sei noch in der Wohnung gestorben.

Die Beamten wurden den Angaben zufolge am frühen Morgen von Nachbarn alarmiert, die in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus laute Geräusche gehört hatten. Da die Tür versperrt gewesen sei, sei man mit Hilfe der Feuerwehr über den Balkon in die Wohnung gelangt, sagte der Sprecher. Dort habe man dann ein drei Jahre altes Mädchen und eine Frau tot aufgefunden.

"Konfrontative Situation"

Zur Todesursache machte der Polizeisprecher keine Angaben. Die Ermittler gehen nach den bisherigen Ermittlungen davon aus, dass der Mann seine Frau und sein Kind tötete.

Der 40 Jahre alte Mann habe sich in einem weiteren Zimmer hinter einer geschlossenen Tür aufgehalten. "Als wir die Tür zu diesem Zimmer geöffnet hatten, kam es zu einer kurzen konfrontativen Situation, in deren Verlauf die Kollegen von der Schusswaffe Gebrauch gemacht haben", sagte der Sprecher. Nähere Angaben machte er nicht. Der genaue Ablauf sei noch Teil der Ermittlungen.

Es handele sich um eine ruhige Wohngegend, in der Polizeieinsätze nicht an der Tagesordnung seien, sagte der Polizeisprecher. Auch in der Familie habe es zuletzt keine Einsätze gegeben. "Es gab auch keine Hinweise für uns als Polizei, dass sich hier mögliche Gewalt entwickeln könnte."

Die Mordkommission der Polizei Köln übernahm aus Gründen der Neutralität die Ermittlungen. Anwohner und auch Polizisten wurden von Seelsorgern betreut.

wit/dpa/AFP

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