Hohes Rückfallrisiko Landgericht Bonn ordnet Sicherungsverwahrung für Serienvergewaltiger an

Ein 36-jähriger Mann hat eine Studentin mehrfach vergewaltigt. Dafür wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt. Weil er schon zuvor Verbrechen an Frauen begangen hat, beschloss das Gericht zudem eine Sicherheitsverwahrung.
Landgericht Bonn

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Foto: WOLFGANG RATTAY/ REUTERS

Nach der mehrfachen Vergewaltigung einer Studentin in Bonn hat das dortige Landgericht für den vorbestraften Vergewaltiger Sicherungsverwahrung angeordnet. Zudem wurde der 36-Jährige aus Morsbach (Oberbergischer Kreis) wegen der Vergewaltigungen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Bei dem Mann handele es sich um einen gefährlichen Hangtäter. Das Rückfallrisiko sei hoch, hieß es bei der Urteilsbegründung.

Der Mann sei am Abend des 14. März 2022 nach Bonn gefahren und habe gegen 23 Uhr in der Altstadt bei einer Wohngemeinschaft geklingelt. Die 25-jährige Studentin habe geöffnet. An der Wohnungstür habe der Mann ihr sofort den Mund zugehalten und sie in die Wohnung gedrängt. Dann habe er sich mit der jungen Frau in deren WG-Zimmer eingeschlossen, sie gefesselt, geknebelt und in den folgenden Stunden dreimal vergewaltigt.

Angeklagter schweigt und entschuldigt sich

Die Studentin musste – wegen der gravierenden psychischen Folgen – zwei Monate in einer Psychiatrie behandelt werden. In die Tatwohnung ist sie nie mehr zurückgekehrt.

Der Angeklagte hatte im Prozess geschwiegen, an das Geschehen habe er keinerlei Erinnerung, ließ er seinen Verteidiger mitteilen. Im letzten Wort hatte er sich bei dem Opfer dafür entschuldigt, falls er tatsächlich »so was gemacht haben sollte«. Insgesamt hat der Angeklagte – so hieß es im Urteil – bereits drei schwere Verbrechen zulasten von Frauen begangen.

kfr/dpa

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