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24. Mai 2019, 13:08 Uhr

Bonn

Tödlicher Schuss auf Kollegen - Polizist angeklagt

Ein junger Polizist erschoss in Bonn einen Kollegen - wohl, weil er seine geladene Dienstwaffe mit einer Attrappe verwechselte. Nun wirft die Staatsanwaltschaft ihm fahrlässige Tötung vor.

Die Staatsanwaltschaft Bonn hat einen Polizisten angeklagt, der einen Kollegen mit einem Schuss tödlich verletzte. Dem damals 22-Jährigen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, teilte das Landgericht Bonn mit.

Ende November hatten die beiden Männer demnach zunächst gemeinsam an einem Schießtraining auf dem Gelände der Bundespolizei in Sankt Augustin teilgenommen. Dieses sei mit Attrappen absolviert worden.

Später bereiteten sich der nun Angeklagte und sein Kollege dann laut Mitteilung des Gerichts im Polizeipräsidium Bonn auf eine Übung mit scharfen Schusswaffen vor. Dabei soll der Tatverdächtige mit seiner Dienstwaffe auf das Opfer geschossen haben, "in der irrtümlichen Annahme" es handele sich um die Attrappe.

Sein Kollege erlitt einen Halsdurchschuss. Der 23-Jährige starb ungefähr zwei Wochen später. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Angeklagten eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

bbr/dpa

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