Tennisstar hinter Gittern Boris Becker akzeptiert Freiheitsstrafe

Boris Becker sitzt seit Wochen wegen Insolvenzstraftaten in Haft. Auf eine Berufung verzichtet er, wie sein Anwalt nun mitteilt. Der frühere Tennisstar akzeptiere das Strafmaß.
Boris Becker (29.04.2022): Keine Berufung eingelegt

Boris Becker (29.04.2022): Keine Berufung eingelegt

Foto: Kirsty O'connor / dpa

Boris Becker wurde in London zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Wie sein Anwalt Christian-Oliver Moser nun mitteilt, hat der frühere Tennisprofi auf eine Berufung gegen das Urteil verzichtet. »Unser Mandant hat sich entschieden, gegen das ihn betreffende Strafurteil des Southwark Crown Court keine Rechtsmittel einzulegen«, heißt es in einer Mitteilung: »Unser Mandant akzeptiert sowohl das Urteil der Jury als auch das vom Gericht festgesetzte Strafmaß.«

Dem 54-Jährigen wurde in dem Strafprozess vorgeworfen, Teile seines Vermögens verschleiert zu haben, nachdem er von einem Londoner Gericht im Jahr 2017 für insolvent erklärt worden war. Die Jury am Londoner Gerichtshof Southwark Crown Court befand ihn in vier von 24 Anklagepunkten für schuldig.

Die Geschworenen sahen es jedoch unter anderem nicht als erwiesen an, dass Becker absichtlich verschweige, wo etwa die Miniatur des Wimbledon-Pokals ist, den er mit 17 Jahren im Jahr 1985 gewonnen hatte.

Der dreifache Wimbledon-Sieger hatte zwar während seiner Karriere etwa 25 Millionen US-Dollar an Preisgeld eingesammelt und nach eigenen Schätzungen etwa dieselbe Summe mit Werbung verdient. Dennoch geriet er in finanzielle Probleme.

ptz
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