Großbritannien Neunjährige offenbar erstochen – Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

In Ostengland ist ein Mädchen wohl durch eine Stichverletzung ums Leben gekommen. Die Polizei hat zwei Personen gefasst. Innenministerin Priti Patel zeigt sich angesichts der Tat »entsetzt«.
Spurensicherung am Tatort in Boston

Spurensicherung am Tatort in Boston

Foto: Joe Giddens / dpa

In England ist ein neunjähriges Mädchen vermutlich durch eine Stichverletzung ums Leben gekommen. Zwei Menschen wurden in Verbindung mit der Tat in der Stadt Boston im Osten des Landes festgenommen, teilte die Polizei  in der Grafschaft Lincolnshire am Freitag mit.

Das Kind war demnach bereits am frühen Donnerstagabend auf einer ruhigen Straße im Stadtzentrum gefunden worden. Man vermute, dass es sich bei der Verletzung des Mädchens um eine Stichverletzung handle, hieß es von der Polizei.

Weitere Angaben etwa zu Geschlecht und Alter der Verdächtigen oder den Umständen machte die Behörde nicht. Die Familie werde psychologisch betreut, hieß es. Man gehe von einem Einzelfall aus. Innenministerin Priti Patel zeigte sich auf Twitter »entsetzt« von der Tat.

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Boston ist für seine vergleichsweise hohe Zahl schwerer Gewaltverbrechen berüchtigt. Laut dem »Telegraph« war die Hafenstadt 2016 der Ort mit den meisten Morden und Mordversuchen pro 100.000 Einwohnern in England. Mit insgesamt 100 Verbrechen pro 1000 Einwohnern im Jahr 2021 sei Boston zudem die gefährlichste mittelgroße Stadt in Lincolnshire gewesen, hieß es. Im Vergleich mit anderen Städten in England, Wales und Nordirland bewegt sich die Stadt allerdings nur auf Platz 55.

Großbritannien hat ein Messerproblem

In Großbritannien ist Messergewalt weit verbreitet. Am Wochenende wurden allein in London drei Menschen bei unterschiedlichen Verbrechen erstochen sowie ein Mensch in der südenglischen Stadt Southampton. Oft geht es um Gewalt unter Teenagern. Zuletzt sorgte der Fall der zwölfjährigen Ava für Aufsehen. Ein zum Tatzeitpunkt 14 Jahre alter Junge hatte dem Mädchen im November 2021 im Stadtzentrum von Liverpool im Streit um ein Snapchat-Video ein Messer in den Hals gestoßen. In vielen Fällen spielen Bandenkriminalität oder Drogen eine Rolle.

fek/dpa
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