Bremen Brandanschlag auf Mehrfamilienhaus vereitelt

Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Bremen sind um Haaresbreite einem Brandanschlag entgangen. Ein Anwohner hatte am frühen Samstagmorgen eine verdächtige Tüte bemerkt und die Polizei alarmiert. Der Täter hatte offenbar versucht, die Ladung zu zünden, allerdings ging sie nicht hoch.


Bremen - Anwohner eines Mehrfamilienhauses im Bremer Nordwesten sind offenbar nur durch großes Glück einem gefährlichen Brandanschlag entgangen. Einem aufmerksamen Bewohner war um 1.20 Uhr am Samstagmorgen eine Tüte mit mehreren gefüllten Plastikflaschen, einem Metallrohr und einem Stück Schnur aufgefallen.

Bei der Tüte habe es sich um eine einsatzfähige, mit Brandbeschleunigern kombinierte Rohrbombe gehandelt, sagte Polizeisprecher Dirk Siemering. Eine erste kriminaltechnische Untersuchung ergab, dass der Täter offenbar versucht hatte, den Sprengsatz zu zünden. Das gefährliche Paket aus brennbarer Flüssigkeit und Bombe im Hauseingang sei "für eine blitzartige und großflächige Brandausbreitung im Erdgeschoss geeignet gewesen", so der Polizeisprecher.

Radio Bremen meldet unter Berufung auf die Polizei, die Flaschen in der Tüte seien mit Benzin gefüllt gewesen. Es gebe bisher kein Bekennerschreiben, die Polizei stufe den Fall aber als "politisch brisant" ein, weil in dem Haus im Bremer Stadtteil Walle neben 13 Bewohnern auch ein kurdischer Verein im Erdgeschoss sein Büro hat. Der Staatsschutz ermittelt.

cht/dpa



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