Nach Diebstahl Mittelalterlicher Bischofsring stark beschädigt

Die Aufregung war groß in Bremen: Der goldene Bischofsring verschwand scheinbar spurlos aus dem Dom-Museum. Mittlerweile hat sich der Dieb gestellt, seine Beute ist wieder aufgetaucht - allerdings stark beschädigt.
Bischofsring: Der Stein wurde aus der goldenen Fassung herausgebrochen

Bischofsring: Der Stein wurde aus der goldenen Fassung herausgebrochen

Foto: Polizei Bremen

Bremen - Das kostbare Schmuckstück ist wieder da: Der gestohlene Bischofsring aus dem Bremer Dom-Museum ist allerdings in einem schlechten Zustand. "Die Beschädigung ist groß, doch ich denke, sie ist zu reparieren", sagte die Leiterin des Dom-Museums, Henrike Weyh. Der Edelstein, ein Amethyst, wurde aus seiner goldenen Fassung gebrochen.

Der 47 Jahre alte Dieb hatte sich gestellt und die Tat zugegeben - offenbar plagten ihn Gewissensbisse. Den Ring aus dem 12. Jahrhundert stellten Fahnder anschließend bei einem Münzhändler in Bremen sicher. Der Diebstahl war Anfang der Woche entdeckt worden.

Wann der Ring wieder ausgestellt werden könne, sei nicht klar, sagte Weyh. Neben der Reparatur müsse man auch eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen in den Museum abwarten.

Der Fingerring gehört zu einem spektakulären historischen Fund, der in den siebziger Jahren unter dem Boden des Bremer Doms gemacht worden war. Dort stießen Experten auf die Gräber mittelalterlicher Erzbischöfe, in denen wertvolle Beigaben lagen.

Sie fanden Gold- und Silberschmuck sowie gut erhaltene Gewänder aus Seide. Die Funde werden heute neben weiteren kostbaren Altargegenständen aus dem 14. bis 19. Jahrhundert im Bremer Dom-Museum ausgestellt.

wit/dpa
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