Verschwundene Frau in Bremen Mordermittler wollen See leerpumpen

Seit 25 Jahren wird eine Frau aus Bremen vermisst. Nun soll das Wasser aus einem See abgepumpt werden, in dem persönliche Gegenstände der Frau gefunden wurden.


Im Fall einer seit 1993 verschwundenen Frau aus Bremen soll ein See im Landkreis Osterholz leergepumpt werden. Anlass sind die Mordermittlungen gegen den früheren Lebensgefährten der Vermissten, wie der "Weser-Kurier" und Radio Bremen zuerst berichteten. Die rund 25.000 Kubikmeter Wasser sollen ab der kommenden Woche abgepumpt werden.

Ein Angler zog ein Jahr nach dem Verschwinden der Frau eine mit Steinen beschwerte Tüte aus dem Tietjensee im Landkreis Osterholz. Darin befanden sich persönliche Gegenstände der Frau, unter anderem ihr Verlobungsring.

Die Ermittler hoffen nun, in dem See auch eine verschwundene Pistole als mögliche Tatwaffe oder gar die Leiche der Frau zu finden. Die Einsätze von Tauchern 1994 und eines Tauchroboters 2006 hatten keine Ergebnisse gebracht.

Seit Mitte August muss sich der 58 Jahre alte frühere Lebensgefährte der Frau vor dem Landgericht Bremen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Frau im Juni 1993 getötet zu haben, weil sie sich von ihm getrennt habe und zusammen mit dem kleinen Sohn habe ausziehen wollen. Der Angeklagte wies die Vorwürfe zurück.

kko/dpa



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