Baden-Württemberg Jugendlicher klettert auf Güterzug - Lebensgefahr nach Stromschlag

In Bruchsal sind zwei Jugendliche auf einem Güterzug herumgeklettert. Einer von ihnen kam der Oberleitung zu nahe - und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Haltestelle Tunnelstraße: Feuerwehreinsatz in Bruchsal
Aaron Klewer/Einsatz-Report24/DPA

Haltestelle Tunnelstraße: Feuerwehreinsatz in Bruchsal


Ein 16-Jähriger ist in Bruchsal in Baden-Württemberg auf einen Güterzug geklettert und durch einen Stromschlag aus der Oberleitung lebensgefährlich verletzt worden. Der Jugendliche war laut Polizei in Karlsruhe gemeinsam mit einem Freund am Mittwochabend auf den an einer Haltestelle stehenden Güterzug geklettert.

Während der Freund absprang, stieg der 16-Jährige demnach weiter auf das Dach eines Waggons und kam dort in den Bereich der Oberleitung. Vermutlich sei durch einen sogenannten Lichtbogen der Strom übergesprungen. Der Jugendliche geriet den Polizeiangaben zufolge in Brand und fiel auf den Bahnsteig, dort wurde er von weiteren Jugendlichen gelöscht.

Trotz schneller Erstversorgung durch einen nahe der Haltestelle wohnenden Arzt erlitt der Jugendliche schwerste Verletzungen. "Circa 50 Prozent der Hautoberfläche sind verbrannt", sagte ein Polizeisprecher. Es bestehe "akute Lebensgefahr".

Ein Rettungshubschrauber flog den Verletzten nach Polizeiangaben umgehend in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen. Die Bahnstrecke zwischen Bruchsal und Bretten war zwischenzeitig gesperrt, später wurde sie von der ermittelnden Bundespolizei wieder freigegeben.

Die Bundespolizei weist immer wieder darauf hin, dass es zu Stromschlägen kommen kann, auch wenn man eine Oberleitung nicht berührt. Sobald man näher als 1,50 Meter an die Leitung kommt, kann es demnach einen Stromschlag geben. Im August hatte eine Frau in München einen Stromschlag erlitten, nachdem sie für Fotoaufnahmen auf einen Kesselwaggon gestiegen war.

wit/dpa



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