Tödliche Schüsse in Brüssel Staatsanwaltschaft geht von Terroranschlag aus

Der blutige Angriff auf das Jüdische Museum in Belgien war vermutlich ein Terroranschlag. Davon geht die Brüsseler Staatsanwaltschaft aus. Nach dem Todesschützen wird gefahndet.

Tatort in Brüssel: Staatsanwaltschaft geht von Terroranschlag aus
AFP/ Belga

Tatort in Brüssel: Staatsanwaltschaft geht von Terroranschlag aus


Brüssel - Bei dem Angriff auf das Jüdische Museum in Brüssel handelt es sich vermutlich um einen Terroranschlag. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Ein Unbekannter hatte am Samstag mit einer Kalaschnikow-Maschinenpistole in dem Museum um sich geschossen. Drei Menschen starben, ein Mann liegt lebensgefährlich verletzt im Krankenhaus. Bei den Opfern handelt es sich um ein Touristenpaar aus Israel und eine junge Französin, die im Museum ein Praktikum absolvierte.

Am Wochenende hatte es Spekulationen gegeben, wonach der Tat ein antisemitisches Motiv zugrunde liege. Der französische Präsident François Hollande sagte, es handele sich ohne Zweifel um ein Verbrechen aus Hass gegen Juden. "Der antisemitische Charakter der Tat lasse sich nicht leugnen."

In Frankreich waren einige Stunden nach der Bluttat in Brüssel zwei Juden überfallen worden, die zuvor eine Synagoge verlassen hatten. Sowohl in Belgien und auch in Frankreich waren am Wochenende die Sicherheitsstandards vor jüdischen Einrichtungen erhöht worden.

Nach dem Todesschützen läuft eine Großfahndung. Den Überwachungsaufnahmen zufolge trug er während der Tat eine dunkle Schirmmütze und blaue Kleidung. Der Mann sei sehr gut vorbereitet gewesen und habe vermutlich allein gehandelt, teilten die Ermittler mit.

gam/dpa/Reuters



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