23-Jähriger stirbt in Gewahrsam Mehr als 100 Festnahmen nach Krawall an Brüsseler Polizeiwache

In Brüssel ist ein junger Mann in Polizeigewahrsam gestorben. Die Reaktion fiel heftig aus: Hunderte protestierten, Demonstranten schlugen Scheiben ein und griffen Polizeiautos an.
Demonstranten beschädigten am Mittwochabend Polizeiautos

Demonstranten beschädigten am Mittwochabend Polizeiautos

Foto: STEPHANIE LECOCQ/EPA-EFE/Shutterstock

Nach Ausschreitungen an einer Polizeiwache in Brüssel sind mehr als 100 Menschen vorläufig festgenommen worden. Dies teilte Justizminister Vincent Van Quickenborne mit, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Zuvor hatten etwa 500 Menschen in der Nähe der Wache gegen den Tod eines 23-Jährigen protestiert, der nach einer Corona-Kontrolle durch die Polizei starb.

Am Mittwochabend steckten Demonstranten nach Angaben der Polizei Mülleimer in Brand, schlugen Scheiben ein und beschädigten sechs Polizeiwagen.

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Auch ein Konvoi des belgischen Königs wurde von Demonstranten angegriffen, als er in der Nähe des Protests vorbeifuhr. Das zeigen Videos, die auf Twitter  und YouTube  veröffentlicht wurden.

Der Tod des jungen Mannes geht nach ersten Erkenntnissen auf Herzversagen zurück, wie Belga weiter berichtete. Die Staatsanwaltschaft hatte den Fall so geschildert: Die Polizei habe am Samstagabend in Brüssel eine Gruppe kontrolliert, die sich trotz geltender Corona-Beschränkungen versammelt hatte. Der Mann sei daraufhin geflohen, aber schnell gefasst und zum Verhör zur Polizeistation gebracht worden. Dort habe er das Bewusstsein verloren und sei wenig später im Krankenhaus gestorben.

lmd/dpa
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