Fall Viktoria Marinowa 30 Jahre Haft für Mord an bulgarischer TV-Moderatorin

2018 hatte der Mord an der bulgarischen TV-Journalistin Viktoria Marinowa international Entsetzen ausgelöst. Nun wurde in dem Fall ein Urteil gesprochen.

Ein Porträt der getöteten Fernsehreporterin Viktoria Marinowa in Bulgarien
DPA

Ein Porträt der getöteten Fernsehreporterin Viktoria Marinowa in Bulgarien


30 Jahre Gefängnis: Ein halbes Jahr nach dem Mord an der bulgarischen Journalistin Viktoria Marinowa ist der Angeklagte zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht der nordbulgarischen Stadt Ruse sprach Sewerin K. schuldig, die TV-Moderatorin vergewaltigt und ermordet zu haben. Der 21-Jährige, der nach der Tat in Deutschland gefasst worden war, hatte sich schuldig bekannt und vermied damit eine lebenslange Haftstrafe.

Der Mord an der Journalistin hatte international Entsetzen ausgelöst. K. hatte Marinowa im vergangenen Oktober am Ufer der Donau angegriffen, als die Journalistin joggen war. Der unter Alkoholeinfluss stehende Mann vergewaltigte und tötete die Moderatorin. Drei Tage später wurde K. im niedersächsischen Stade festgenommen, wo er sich bei Verwandten aufhielt.

Der Staatsanwaltschaft zufolge lagen der Tat "sexuelle Motive" zugrunde und nicht der Beruf des Opfers. Die 30-Jährige arbeitete als Moderatorin für den Lokalsender TVN, der wenige Tage vor ihrer Ermordung ihre Interviews mit zwei investigativen Journalisten ausgestrahlt hatte. Die Reporter berichteten über ihre Recherchen zur mutmaßlichen Veruntreuung von EU-Geldern in Bulgarien durch Geschäftsleute und Politiker.

bam/AFP



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