Bulgarien Ermittler fischen Falschgeld im Millionenwert aus Stausee

Eine Fälscherbande hat in Bulgarien Falschgeld im Wert von rund 13 Millionen Euro gedruckt. Kurz bevor es in Umlauf gehen sollte, entdeckte die Polizei massenweise falsche 500-Euro-Scheine in einem Unterwasserversteck.


An einem Staudamm haben bulgarische Ermittler einen sensationellen Fund gemacht. Taucher förderten massenweise gefälschte 500-Euro-Scheine zu Tage.

Das dort sowie in anderen Verstecken entdeckte Falschgeld habe einen Nennwert von mehr als 13 Millionen Euro, sagte Generalstaatsanwalt Sotir Zazarow in Plowdiw. Es handele sich um einen der weltweit größten Funde.

Ein festgenommenes Mitglied einer Fälscherbande hatte die Ermittler auf die Spur gebracht und das Versteck verraten. Die Blüten seien von einer "äußerst hohen Qualität", sagte Zazarow. Die Scheine würden nun getrocknet, anschließend werde die Gesamtmenge bestimmt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stand die Bande kurz davor, das Falschgeld in Umlauf bringen. Auf Fotos in bulgarischen Medien war jedoch zu sehen, dass das Falschgeld teils noch nicht zugeschnitten war. Die Ermittler fanden demnach auch Papierbögen mit aufgedruckten Banknoten.

Bei dem Polizeieinsatz in Bulgarien seien drei Verdächtige festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte laut Medienberichten zudem mehrere Jagdgewehre sowie rund drei Kilogramm Marihuana.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Mai das Ende des 500-Euro-Scheins eingeläutet. Die Euro-Banknote mit dem höchsten Nennwert wird abgeschafft, weil sie laut EZB zunehmend von Kriminellen genutzt wird, um illegale Einkünfte zu verschleiern und Geld zu waschen. Der 500er wird daher nicht mehr gedruckt, seine Ausgabe gegen Ende des Jahres 2018 eingestellt.

sun/AFP



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