"Reichsbürger"-Milieu Razzia gegen sieben mutmaßliche Rechtsextremisten

Die Bundesanwaltschaft lässt Wohnungen von mehreren mutmaßlichen Rechtsextremisten durchsuchen. Die Verdächtigen sollen Angriffe auf Polizisten sowie antisemitische und fremdenfeindliche Übergriffe geplant haben.


Die Bundesanwaltschaft hat Wohnungen von mutmaßlichen Rechtsextremen und weitere Räume in mehreren Bundesländern durchsucht. Die Razzien richteten sich gegen sieben Beschuldigte, von denen mehrere aus dem Milieu der sogenannten Reichsbürger stammen sollen. Sie sollen seit Frühjahr 2016 Angriffe auf Polizisten, Asylbewerber und Juden geplant haben, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Erkenntnisse zu konkreten Anschlagsplänen lägen nicht vor.

Die Verdächtigen sollen vorwiegend über soziale Medien miteinander vernetzt gewesen sein. Nach Informationen des SPIEGEL sollen sich die Männer untereinander teilweise als "keltische Druiden" bezeichnet haben. Sie sollen geplant haben, Schreckschusswaffen zu besorgen und scharf zu machen.

Meinungskompass

Insgesamt seien zwölf Wohnungen und weitere Räumlichkeiten in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt durchsucht worden, teilte die Bundesanwaltschaft mit. An dem Einsatz sind etwa zweihundert Polizeibeamte, ebenfalls aus verschiedenen Bundesländern, beteiligt.

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"Reichsbürger"-Milieu: Razzia in sechs Bundesländern

Gegen sechs Beschuldigte, die vorwiegend über soziale Medien miteinander vernetzt sind, besteht der Verdacht der Gründung einer rechtsextremen Vereinigung. Mit den kriminalpolizeilichen Ermittlungen hat die Bundesanwaltschaft das Landeskriminalamt Baden-Württemberg beauftragt.

ala/dpa



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