Österreich Drei Menschen sterben bei Unfall eines Schleuser-Fahrzeugs

Auf der Flucht vor einer Grenzkontrolle im Burgenland hat sich der Wagen eines mutmaßlichen Schleppers überschlagen. In dem Kastenwagen waren laut Polizei 20 Geflüchtete, drei überlebten den Unfall nicht.
Das Unfallfahrzeug am Grenzübergang Kittsee

Das Unfallfahrzeug am Grenzübergang Kittsee

Foto: Thomas Lenger / Monatsrevue / APA / dpa

Bei einem Unfall eines überfüllten Fahrzeugs im österreichischen Burgenland sind drei Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, überschlug sich der Kleintransporter bei dem Versuch, vor einer Polizeikontrolle am österreichisch-slowakischen Grenzübergang Kittsee zu fliehen. Zwei Männer und eine Frau kamen demnach ums Leben, sieben weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Den Angaben zufolge handelt es sich bei dem Fahrzeug um das eines mutmaßlichen Schleppers. Der Mann sei festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Demnach hatte der Tatverdächtige insgesamt 20 Menschen in seinen Kastenwagen eingepfercht, unter ihnen vier Kinder.

Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sagte zu dem Unfall: »Der tragische Tod von drei Menschen heute am Grenzübergang Kittsee-Jarovce zeigt einmal mehr die Brutalität und Skrupellosigkeit der Schleppermafia.« Menschen würden mit völlig falschen Versprechungen gelockt und riskierten dabei ihr Leben. Entschlossenes Vorgehen gegen diese Form der organisierten Kriminalität sei »aktueller und wichtiger denn je«.

Im Mai hatte das österreichische Innenministerium die Zerschlagung eines Schleuserrings  gemeldet. Dieser soll Zehntausende illegale Einwanderer von Ungarn nach Österreich geschmuggelt haben. Im laufenden Jahr wurden dem Innenministerium zufolge bereits knapp 330 Schlepper festgenommen, 80 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

dam/AFP
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